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Rückblick auf das Orgelkonzert vom Samstag, 13. Januar 17:00

Wieder ein gut besuchtes Konzert einer der schönsten Orgeln Zürichs.
Orgelkonzert Stefan Johannes Bleicher, Konstanz (D)
Organist an der Stadtkirche Winterthur
Franz Liszt: „Der hl. Franz von Assisi predigt den Vögeln“
1811 1886 Orgelfassung von C. Saint Saens
Stefan Johannes Bleicher: Freie Improvisation über ein gegebenes Thema
1962
Robert Schumann (1810-1856):
Sechs Stücke in kanonischer Form op. 56
Nicht zu schnell
Mit innigem Ausdruck
Andantino
Innig
Nicht zu schnell
Adagio
Stefan Johannes Bleicher:
Freie Improvisation über ein gegebenes Thema
Max Reger (1873-1916 ):
Fantasie über den Choral:
„Halleluja! Gott zu loben, bleibe meine Seelenfreud“ op. 52, Nr.3

Konzentration vor dem Konzert
Ausgewogen und stimmig
Ein ausgewogenes und bis ins Detail stimmiges Programm hat der Stadtorganist von Winterthur für sein Konzert im Rahmen des Orgelfestivals 2007 vorgelegt. Die wenig bekannte Bearbeitung durch Saint-Saëns von Liszts „Der hl. Franz von Assisi predigt den Vögeln“ war ein Fund für alle Orgelbegeisterten. Da waren die Vögel vielstimmig zu hören und Franz von Assisi erhob immer wieder seine freundliche Stimme. - Die erste von zwei Improvisationen gestaltete Stefan Bleicher als "Hommage à Messiaen" über das Magnificat. Sechs in Registrierung und Agogik sensibel gestaltete Stücke von Schumann passten präzise auf die wunderschöne Orgel der Bühlkirche (übrigens die älteste Kirchen-Orgel Zürichs!). Auch hier zauberte die Liebe Bleichers zum Detail wunderschöne Klänge, Stimmungen, Impressionen hervor. - Eine zweite Improvisation über das Gedicht "Der Weiher" von Annette Droste-Hülshoff - das Gedicht wurde von Festivalorganisator Conrad Zwicky vorgängig rezitiert - liess den Weiher mit seinem Glitzern und dem Tanz der Wassermücken vor dem geistigen Auge erstehen, bis hin zum Frieden, der im Gedicht dreimal angerufen wird.
Regers Choralfantasie "Halleluja! Gott zu loben, bleibe meine Seelenfreud“ meisterte der Orgelvirtuose scheinbar spielerisch, aber mit aller Kraft und Akkuratesse, die das anspruchsvolle Werk verlangt, alles wie aus einem Guss!
Als Zugabe spielte der Künstler eine raffinierte Improvisation über "Der Mond ist aufgegangen", genau die Stimmung des andächtigen und sehr sachverständigen Publikums treffend. Dem Künstler möchte man wieder hier begegnen.
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