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Karfreitagskonzert 2006
| Rückblick auf das Karfreitagskonzert 14. April 2006
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Bogdan Narloch (Orgel) und Alfred Pfeifer (Rezitation)
Bogdan Narloch absolvierte die Musikakademie Danzig in der Klasse von Prof. Leon Bator. Schon während der Studienzeit wurde ihm die Funktion eines Präsentators der Orgel der Katedrale in Oliva (bei Danzig) übertragen. Er besuchte viele Interpretationskurse für Orgel, u. a. bei Milan Slechta in Prag, Guy Bovet, Ulrich Spang-Hansen. Seit vielen Jahren wirkt er als Mitarbeiter bei der Organisation des Internationalen Orgelfestivals in Koszalin. Seit 1994 betreut er auch die Kurse für Orgelmusikinterpretation. Das Patronat dieser Kurse übernimmt das Ministerium für Kultur und Nationales Erbe. Bogdan Narloch ist Dozent für Musik bei der Hochschule für Pädagogik in Slupsk und Leiter der Orgelklasse an der Musikschule in Koszalin. Er ist ein Mitglied der Diözesalkommision für die Sakrale Kunst und Architektur, wo er für Orgelfragen in der Diözese Kaszalin-Kolobrzeg zuständig ist. Er ist Mitarbeiter des Philharmonischen Orchesters in Koszalin und konzertiert als Organist im In- und Ausland.
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Alfred Pfeifer wurde 1946 in Wien geboren.
Seine erste prägende Gesangsausbildung erhielt er bei den Wiener Sängerknaben in seiner Heimatstadt Wien. Nach der Schauspiel-ausbildung folgten im Schauspiel- und Musiktheater Engagements in Graz, Lübek, Würzburg am Wiener Volkstheater und über zwanzig Jahre am Zürcher Schauspielhaus. Seine nächsten Rollen sang er im Musiktheater, unter anderen die Hauptrolle im «Phantom der Oper» im Theater an der Wien, die Hauptrolle in «Nine» am Berliner Theater des Westens und in “Sunset Boulevard”. Regietätigkeit an verschiedenen Theatern.
Intensive Weiterbildung im klassischen Gesang (lyrischer Bariton) u.a. bei Helen Haefeli. Alfred Pfeifer ist Dozent an der Musikhochschule Luzern.
Seit 1997 auch als Coach und Seminarleiter in der Wirtschaft für Stimm- und Persönlichkeits-entwicklung tätig für Führungskräfte und Manager.
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Konzert zum Karfreitag: 14. April 2006 - 20 Uhr - Bühlkirche
Bogdan Narloch, Orgel (Koszalin, Polen)
Alfred Pfeifer, Rezitation
Mieczyslaw Surzynski (1866-1924)
Choral varié Variationen
über ein polnisches Kirchenlied zur Passionszeit
„Jezu Chryste Panie miły” op. 50
Flor Peeters (1903-1986)
Zwei Choralbearbeitungen:
„Herzliebster Jesu, was has Du verbrochen”
„O Haupt voll Blut und Wunden” aus op. 70
Felix Nowowiejski (1877-1946)
Poemat „In Paradisum” op. 61
1. „Wahrlich, ich sage dir, heute wirst du mit mir im Paradiese sein“
2. „Mich dürstet“
3. „Siehe, dies ist den Sohn siehe, dies ist deine Mutter“
4. „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“
5. „Mich dürstet“
6. „Es ist vollbracht“
7. „Ich lege meinen Geist in deine Hände“
8. „In Paradisum“
G. T. Thalben- Ball (1896-1987)
Elegy
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Das gut sehr besuchte Konzert mit dem Organisten Bogdan Narloch (Koszalin, Polen) brachte die eindrückliche Begegnung zwei Künstlern, Alfred Pfeifer (Rezitation) und Bogdan Narloch, Orgel sowie mit polnischen Komponisten, darunter Nowowiejski: "In Paradisum", eine Art "Sieben letzte Worte unseres Erlösers am Kreuz". Dazwischen wurden von Alfred Pfeifer (Luzern) Texte gelesen von Khalil Gibran aus dem Buch "Erde und Seele".
Narloch eröffnete das Konzert mit Variationen über ein polnisches Kirchenlied von Surzynski. Die Choralmelodie erscheint sehr abwechslungsreich und vielfältig; die Registrierkunst des Organisten unterstrich den Gehalt des Stückes auf berührende Weise. Das musikalische Karfreitagsbild oder Gedicht von Nowowiejski war für einen ungeübten Hörer nicht ganz leicht zu aufzunehmen, mit den Texten, die Pfeifer absolut überlegen und gekonnt zwischen den Sätzen rezitierte, wurde das Ganze aber zu einem unvergesslichen, tiefgehenden Erlebnis. Und die Elegie am Schluss des Konzertes liess das Paradies durchschimmern... Ein Karfreitagskonzert, das einen tiefen und bewegenden Eindruck hinterliess. Ein Dank an beide Künstler, die den Musikfreunden der Bühlkirche einen unvergesslichen Abend schenkten.
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